Wenn man das erste Mal Menschen vor der Kamera hat, die keine Profis sind, merkt man es meistens schon: Es ist als ungeübter Fotograf ungeheuer schwer, gute Posen zu finden, die vorteilhaft aussehen und auch für das Model nicht all zu schwer sind. So ähnlich ging es auch mir.

Eine Anekdote

Kurz nachdem die erste Spiegelreflexkamera da war, musste ich natürlich alles mögliche ausprobieren. Dazu gehörten auch Shootings mit Menschen. Meine „Opfer“ waren Freunde und Familie. Also ging es los: Ab vor die Kamera und sofort schöne Fotos machen! So war zumindest die Erwartungshaltung von mir und der fotografierten Person. Weit gefehlt: Es kam natürlich anders. Irgendwie wollten sich nicht so recht die Fotos schießen lassen, die man von den Profis sonst so zu sehen bekommt. Natürlich ist der Anspruch ein wenig zu hoch angesetzt, sich als Anfänder im Portraitbereich mit Profis messen zu wollen. Aber so meilenweit entfernt davon, wie das Ergebnis war, sollte es dann auch nicht sein. Wo aber lag jetzt aber das Problem?

Das Problem waren nicht nur die Posen

Das Model hat erwartet, dass Anweisungen vom Fotografen (also mir) kommen und ich habe erwartet, dass sich das Model ein bisschen bewegt und was ausprobiert – also kreativ ist. Was mir erst später auffiel, ja, sich quasi aufgedrängt hat: Freunde und Familie sind keine professionellen Models und kennen keine oder nur wenige Posen – fühlen sich vielleicht vor der Kamera unsicher. Und ich als Anfänger kenne erst recht keine Posen. Was für ein Dilemma! Zwei Personen, die absolut keine Ahnung haben. Nach ein paar hilflosen Versuchen war es dann auch gut. Beide waren weniger zufrieden, aber um eine Erfahrung reicher.

Portraits sind kein einfaches Handwerk – weder für den Fotografen und erst recht nicht für den oder die Portraitierte.

Die Lösung gegen Ideenlosigkeit beim Posing

Nur wie fotografiert man Menschen richtig? Damit lassen sich ganz sicher dicke Bücher füllen. Wahrscheinlich kommt es auch mit der Erfahrung. Irgendwo in der Mitte liegt vermutlich die Wahrheit…

Aus dieser Geschichte habe ich allerdings gelernt, dass man sich als Amateur-Fotograf doch sehr gut vorbereiten muss und zumindest einige Posen im Kopf haben sollte, die man dem Model anbieten kann. Schaden kann es auch nicht, diese Posen selbst vorzumachen, damit jemand, der ungeübt ist, sich darunter auch etwas vorstellen kann.

9 Posing-Guides

Als kleine Inspirationsstütze können sogenannte Posing-Guides helfen, die es kostenlos im Internet gibt. Viele dieser Posing-Guides sind englischsprachig. Aber das ist nicht wichtig. Es zählen die Bilder und die Posen, die man sieht.

Natürlich ersetzen die Posing-Guides keinen Profi und auch nicht die Erfahrung. Aber sie können ein erster Schritt in diese Richtung sein und das Lernen unterstützen. Außerdem sind sie eine gute Hilfe, wenn man so gar keine Erfahrung hat und ein bisschen üben möchte.

Wie sind eure Erfahrungen und waren sie ähnlich?

Fotografiert ihr Portraits und wie seid ihr dazu gekommen?

Kennt ihr diese Posing-Guides bereits oder noch mehr davon?

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Geschrieben von Daniel Peters

Daniel Peters ist Fotograf bei Hamburger Fotospots und widmet sich mit seinen Blog-Beiträgen den vielen Fotospots der norddeutschen Hansestadt. Dabei schreibt er nicht nur von Fotospots, sondern auch über Events, Foto-Touren und andere Themen, die Hamburg betreffen.

Dieser Beitrag hat 1 Kommentare

  1. David Knospe Antworten

    Sehr schöner Beitrag! Bin jetzt erst darauf gestoßen weil ich neulich das gleiche „problem“ hatte. Ich war in meinem kleinen Heimstudio und hab mit einer Freundin Lichtsetups getestet. Sie ist eigentlich Posing sicher und ich hab auch ein paar im Kopf aber trotzdem kamen wir ins stocken als die Frage aufkam :“ was kann man noch machen“ Internet war auch hier sehr hilfreich. Unteranderem dieser Blog und die Links. Auch wenn googlen einen auch sehr viele komische Posen empfiehlt war es doch noch von Erfolg gekrönt. Danke für den Beitrag.
    Und ich muss sagen der Tip mit dem Vormachen ist der wichtigste. Die Posen die man gerne ablichten will einfach vorher mal im Spiegel üben und dem Model dann vormachen. Vorallem wenn man das Model nicht kennt hilft das auch das Eis zubrechen wenn der Fotograf sich ein bisschen „zum Affen „macht.
    :D
    Gruß David

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