Linksammlung zu Preislisten: Was darf ein Foto kosten?

Fast jeder, der einige Zeit (erfolgreich) fotografiert und die Bilder im Web veröffentlicht, wird mit der einen oder anderen Anfrage konfrontiert, dass jemand Bilder kostenpflichtig nutzen möchte.

Bildpreise

In diesem Artikel möchten wir uns daher den Bildpreisen widmen. Es sollen keine Gedanken über die Kosten, die ein Fotograf hat, niedergeschrieben werden oder was ein Bild wirklich kosten darf bzw. muss, damit der Fotograf davon leben kann. Vielmehr soll es darum gehen, wie die ungefähren marktüblichen Richtwerte für Bildlizenzen sind.

Wer die erste Anfrage bekommt, wird sich unweigerlich die Frage stellen, wie viel Honorar für ein Bild angemessen ist. Man will sich schließlich nicht zu günstig verkaufen und auch nicht zu teuer sein.

Nicht, dass der mögliche Auftraggeber wieder abspringt. Was darf ein Foto also kosten?

Welches Bild-Honorar ist angemessen?

Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns auf die Suche nach Richtwerten für Bildpreise gemacht. Fündig wurden wir im Internet. Dabei sind unterschiedliche Links vorhanden. Zum Einen haben wir die mehr oder minder offiziellen Listen von Verbänden oder großen Bildagenturen.

Dem gegenüber stehen Preise für Bildlizenzen von einzelnen Fotografen bzw. Verlagen. Der Vollständigkeit halber verlinken wir auch die Preise der Stockfoto-Agenturen.

1. Preisempfehlungen der Verbände

Es gibt eine Reihe von Verbänden, die regelmäßig Preise und Empfehlungen für die Foto-Lizenzen herausgeben. Diese sind nicht bindend für Fotografen, sind aber ein guter Richtwert für übliche Preise.

VG Bild-Kunst

Sehr umfangreiche Preislisten mit verschiedenen Vertragsbedingungen als Download (PDF)

http://www.bildkunst.de

Mediafon

MFM-Empfehlung 2013

http://www.mediafon.net

2. Bildpreise bei Bildagenturen

Die meisten Bildagenturen haben eigene Bildhonorare etabliert. Diese Listen sind oft kürzer und einfacher in der Handhabung.

Foto Dock

Erfrischend einfache Preisstruktur mit vergleichsweise günstigen Preisen

http://www.foto-dock.com

Doliwa Naturfoto

Sehr umfangreiche Preislisten

http://www.doliwa-naturfoto.de

3. Fotohonorare bei Stock-Foto-Agenturen

Stock-Agenturen sind unter Fotografen eher unbeliebt: Man wird laufend von den Kunden mit den Dumpingpreisen konfrontiert, die durch Stockfoto-Agenturen aufgerufen werden und muss damit konkurrieren. Insbesondere bei Bildern, die nicht einzigartig sind, hat man als Fotograf oft das Nachsehen. Grund genug, um sich einmal mit dem Preismodell zu befassen.

In den meisten Fällen werden sogenannte „Credits“ erworben. Je höher die Menge der Credits ist, desto mehr reduziert sich der Preis für ein einzelnes Credit. Für Fotos werden anschließend je nach Größe oder Auflösung eine gewisse Menge an Credits fällig. So lassen sich bereits für wenige Euros Fotos erwerben. Die Nutzung ist in den meisten Fällen über eigene Lizenzbedingungen geregelt und ist sehr weit greifend.

iStockphoto

Preise bei iStockphoto

http://deutsch.istockphoto.com

Fotolia

Preise bei Fotolia

http://de.fotolia.com

4. Besonderes „Schmankerl“ zum Schluss: Honorarrechner aus Österreich

Wir haben auch noch einen guten Honorarrechner gefunden, der von einer Fotografen-Webseite aus Österreich stammt. Die Preise entsprechen in etwas denen, die auch hierzulande üblich sind.

Fotografen.at Honorarrechner

Bei dem Honorarrechner kann die Nutzungsart des Bildes genau ausgewählt werden (inkl. Titel, Rücktitel, usw.). Am Ende erhält man eine Empfehlung.

http://www.fotografen.at

Wie berechnet ihr eure Preise?

Uns interessiert nun, wie ihr eure Preise berechnet. Verwendet ihr die Preislisten der Verbände oder habt ihr eigene Preise kalkuliert? Wie sieht es bei euch mit der Akzeptanz der Preise aus? Werdet ihr oft mit den Stockfoto-Preisen konfrontiert?

Dir hat dieser Beitrag gefallen? Zeige ihn deinen Followern.

Geschrieben von Daniel Peters

Daniel Peters ist Fotograf bei Hamburger Fotospots und widmet sich mit seinen Blog-Beiträgen den vielen Fotospots der norddeutschen Hansestadt. Dabei schreibt er nicht nur von Fotospots, sondern auch über Events, Foto-Touren und andere Themen, die Hamburg betreffen.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Wolfgang Antworten

    Hallo Daniel,
    die Zusammenstellung ist richtig gut. Lieder wollen viele Interessenten Fotos für umsonst haben und „würden fairerweise“ auch einen Link setzen. Dass ein gut gemachtes Foto viel Aufwand bedeutet, wird leider of vergessen.

    Ich werde eher selten gefragt, aber dafür wurden meine Fotos umso öfters geklaut. Bei Nachfrage, dass man auch eine Bildlizenz erwerben kann, stoße ich eher auf Unverständnis.

    Naja „Geiz ist geil“.

    Gruß
    Wolfgang

  2. Melanie Prier Antworten

    Hallo Daniel,

    tatsächlich möchte ich mich auf diesem Gebiet erweitern.
    Alle Seiten die massenhaft Stockfotografie anbieten, haben eins gemeinsam, sie sind unübersichtlich. Eine Strecke aus vielen Preisen mit vielen Lizenzen.
    ich arbeite für den online Bereich und bin bestimmt nicht auf den Kopf gefallen, allerdings ist es wirklich sehr undurchsichtig. Wenn ich mich probiere in die Lizenzen dann noch einzulesen, dann höre ich bei dem ersten drittel auf.
    Mich würde es interessieren, wie es andere Fotografen tun? Angefangen von den Preisen bis hin zu den Lizenzen. Ich bin nicht davon finanziell abhängig, allerdings wäre es schon ein Traum, meine Werke anzubieten. Nur scheitere ich tatsächlich an diesem einen Punkt.
    Ich habe auch noch keine seite so wirklich entdeckt, die ein fotograf als solches anbietet im bereich Stockfotografie.
    Habt ihr Tips oder Anregungen.

    • Daniel Peters Antworten

      Hallo Melanie,
      das Thema ist echt eine Wissenschaft für sich. Besonders dabei ist ja noch, dass mit dem Aufkommen des Stockfoto-Bereichs im Internet viel niedrigere Preise aufgerufen werden, als man nach den „klassischen“ Preismodellen her kennt.
      Dazu habe ich ein interessantes Beispiel für das Verkaufen eigener Fotos mit dem Shopsystem „Shopware“ im Stockfoto-Bereich gefunden: http://www.redman.de/

      Vielleicht wäre das ja etwas für dich? Mich würde echt interessieren, wie du bei dem Projekt voran kommst.

      Vele Grüße,
      Daniel

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *