Vorweg genommen: Das hier getestete Stativ ist ein Foto-Stativ, das eine überzeugende Qualität zu einem günstigen Preis bietet. Für Einsteiger und Fortgeschrittene in der Fotografie genau das Richtige, die nicht zu viel Geld ausgeben wollen. In diesem Erfahrungsbericht wird gezeigt, welche Eigenschaften gut und welche Dinge weniger gut gefallen haben und ob es sich lohnt, dieses Stativ zu kaufen.

Stativ

Das Mantona Stativ Scout* ist ein Dreibeinstativ mit zwei Auszügen pro Stativbein. Das Stativ ist für Fotografie entwickelt worden und ist somit für Videoaufnahmen mit Schwenks weniger geeignet. Es ist aus Aluminium gefertigt und bietet an zwei Stativbeinen Neoprenummantelungen als Kälteschutz und für die bessere Griffigkeit. Die Mittelsäule ist ausziehbar und kann umgekehrt für bodennahe Makroaufnahmen eingesetz werden. Die Stativbeine lassen sich in drei Stufen abspreizen, sodass eine minimale Arbeitshöhe bei größter Stabilität möglich ist.

Weitere Eigenschaften laut Hersteller:

  • eloxiertes Aluminium
  • Kugelkopf und Schnellkupplungssystem
  • flexible Beinwinkelverstellung
  • Belastbarkeit: 5 kg
  • maximale Arbeitshöhe: 142 cm
  • minimale Arbeitshöhe: 45 cm
  • Gewicht: 1,6 kg
  • Packmaß: 50 cm
Die Mittelsäule ist auch einzeln als kleines Einbeinstativ nutzbar

Die Mittelsäule ist auch einzeln als kleines Einbeinstativ nutzbar

Mantona Stativ Scout

Mantona Stativ Scout

Stativ ohne Mittelsäule

Stativ ohne Mittelsäule

Kritik

Das Stativ tut genau das, was es soll. Gut ist die Stabilität im Vergleich zu günstigeren Kunststoffstativen. Auch ist der Kugelkopf zu gebrauchen, neigt aber bei schweren Kamera-Objektiv-Kombinationen zu deutlichem „Nachsacken“ nachdem man die Schraube festgedreht hat. Dies bewegt sich aber im Rahmen des erträglichen – gerade wenn man leichte Kameras verwendet. Der Kugelkopf unterstützt auch das Hochformat durch eine Einkärbung. Wem dies nicht ausreicht, kann den Kugelkopf aber auch austauschen, da er geschraubt ist.

Die Auszüge der Stativbeine sind überraschend stramm ausgelegt. Da sich die Klemmen im Laufe der Zeit durch die Benutzung automatisch lösen, ist dies positiv zu bewerten. Allerdings sind die Klemmen geschraubt und können mit dem beiliegenden Imbusschlüssel auch später nachgezogen werden.

Das Umdrehen der Mittelsäule (z. B. für Makroaufnahmen in bodennähe) ist möglich, aber ein bisschen fummelig. So muss man die Gummikappe am Ende der Säule entfernen und die Mittelsäule durch die Führung wieder „einfädeln“. Mit ein bisschen Übung gelingt dies gut. Die Konstruktion wirkt aber speziell zum Umdrehen der Mittelsäule ein bisschen improvisiert.

Zum Filmen und dem Videodreh ist das Stativ nicht so gut geeignet. Der mitgelieferte Kugelkopf ist frei arretierbar und ist daher speziell für Schwenks nicht gut geeignet. Jedoch kann die Mittelsäule im gelösten Zustand horizontal gedreht werden. Das ist für gelegentlichen Filmen sicher ausreichend.

Bei dem günstigen Preis muss man aber im Vergleich zu hochwertigeren Stativen natürlich Abstriche machen. Dennoch bietet das Mantona Stativ Scout viel für seinen günstigen Preis.

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Fazit

Klare Kaufempfehlung: Das Mantona Stativ Scout* bietet die perfekte Balance zwischen Preis und Leistung. Wer ein stabiles und zugleich günstiges Stativ sucht, macht hier nichts falsch. Das verwendete Material ist stabil. Der Kugelkopf ist auch zu gebrauchen. Das Stativ macht im Kern genau, was es soll. Mit seinem Packmaß von 50cm, dem Gewicht von gerade einmal 1,6 kg und der beiliegenden Tasche ist es sogar transportabel. (Spezielle Reisestative liegen bei ca. 30-45cm Packmaß und wiegen bis ca. 1,5 kg)

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Geschrieben von Daniel Peters

Daniel Peters ist Fotograf bei Hamburger Fotospots und widmet sich mit seinen Blog-Beiträgen den vielen Fotospots der norddeutschen Hansestadt. Dabei schreibt er nicht nur von Fotospots, sondern auch über Events, Foto-Touren und andere Themen, die Hamburg betreffen.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Pingback: Neuer Fotospot #93: Holländischbrookfleet (KW 49) | Fotoblog Hamburg

  2. Florian Antworten

    Hi, vielen Dank für diesen informativen und dennoch kompakten Artikel! Da für mich besonders der relativ günstige Preis und die hohe Gewichtsbelastung des Stativs eine entscheidende Rolle gespielt haben habe ich ihm mal eine Chance gegeben und bisher jedenfalls noch nicht bereut. Mir war halt echt wichtig, dass ich keine Angst haben muss, dass meine 70 d auf den Boden fällt und bisher läuft es eigentlich ganz gut, auch wenn die Kameraschwenkts, wie du auch erwähntest natürlich mit diesem Modell nicht ganz so weich ablaufen. Aber ansonsten ist es super und der von einigen erwähnte unangenehme Neugeruch ist mir jedenfalls nicht aufgefallen.

    Weiter so und liebe Grüße
    Florian

  3. Gerhard Antworten

    Habe das Stativ gekauft und muss dem ersten Kommentator recht geben. Stabil und transportabel. Einzig dieser Wirrwar an Wechselplatten geht mir auf den Zeiger. Und Mantona bietet leider keinen Kopf an, der Arca-Swiss-Kompatibel ist. Wenn der dann noch für Foto als auch für Video-Aufnahmen geeignet wäre, dann könnte man das Stativ uneingeschränkt empfehlen. So muss ich wahrscheinlich notgedrungen zur Konkurrenz wechseln-Schade.

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